Lightning and surge protection for rooftop PV systems
DEHN schützt PV-Aufdachanlagen

Blitz- und Überspannungsschutz für Aufdachanlagen

Professionell planen mit Konzept

Eine der häufigsten Formen von Photovoltaik-Anlagen ist die Aufdachanlage. Ihre exponierte Lage macht sie besonders anfällig für Schäden durch direkte und indirekte Blitzeinwirkungen.

Da die PV-Anlage eine direkte Verbindung zur Elektroinstallation des Gebäudes herstellt, können Blitzeinwirkungen schwerwiegende Folgen haben:

  • Gebäudeschäden durch direkte Blitzeinwirkung oder Brand
  • Personenschäden - bei Personen, die sich im Gebäude befinden
  • Zerstörung oder Beschädigung elektronischer Geräte durch direkte oder indirekte Blitzeinwirkung

 

Ein umfassender Schutz ist daher notwendig - er beginnt mit einer sorgfältigen Planung.

Die Risikoanalyse - Grundlage für die professionelle Planung

Voraussetzung für einen sicheren und verlässlichen Betrieb der PV-Anlage ist eine professionelle Planung einschließlich der Risikoanalyse. Die Risikobewertung erfolgt nach DIN EN 62305-2. Diese muss auf das jeweilige Gebäude abgestimmt sein und den Blitz- und Überspannungsschutz einbeziehen.

Eine gute Abstimmung zwischen den Gewerken ist wichtig

Die maximale Ausnutzung der Dachfläche, das ist das wichtigste Ziel der PV-Installateure. Blitzschutzbauer müssen jedoch für das Blitzschutzsystem den Trennungsabstand1 berücksichtigen. Bei fehlender Koordination kann es zu erheblichen Problemen kommen. Nicht nur bei Neubauten, auch bei der nachträglichen Installation von Aufdachanlagen ist eine Abstimmung zwischen den Gewerken "Dach/Blitzschutz" und "Photovoltaik/Elektro" unbedingt notwendig.

 

1Trennungsabstand: Notwendiger Abstand zwischen Blitzableiter und einem anderen geerdeten metallischen Gebäudeteil.

Kein äußerer Blitzschutz vorhanden

Beispiel 1

Wie ist die Situation bei der Neuinstallation oder der nachträglichen Installation einer Photovoltaikanlage? Werden nun mit der neuen Anlage Blitzschutzmaßnahmen für das gesamte Bauwerk notwendig?

Normative Vorschriften und Hinweise:

Ist kein äußerer Blitzschutz vorhanden (und ist dieser laut Risikoanalyse nach DIN EN 62305-2 auch nicht gefordert), so wird in DIN EN 62305-3, Beiblatt 5, zum Schutz von PV-Anlagen ein Überspannungsschutzgerät vom Typ 2 gegen induktive und leitungsgebundene Störimpulse für die DC- und die AC-Seite beschrieben. Ebenso sind die Datenschnittstellen mit geeigneten Überspannungs-Ableitern zu schützen.

Umfassender Schutz

Für den umfassenden Schutz einer Aufdachanlage auf einem Gebäude ohne Äußeren Blitzschutz werden die DC-Seite, die AC-Seite und die Datenschnittstellen geschützt sowie der Potentialausgleich ausgeführt.

Äußerer Blitzschutz UND ausreichender Trennungsabstand

Beispiel 2

Wie sieht ein Blitzschutzsystem für Gebäude aus, bei denen die Trennungsabstände eingehalten werden können?

Normative Vorschriften und Hinweise:

Laut DIN EN 62305-3, Beiblatt 5, sollte ein Blitzschutzsystem bevorzugt werden, das unter Beibehaltung der erforderlichen Trennungsabstände keine direkte Verbindung zum PV-Stromversorgungssystem aufweist. Die Module müssen sich im Schutzbereich der getrennten Fangeinrichtung befinden.

Umfassender Schutz für die DC-Seite

Bei Einhalten des nach DIN EN 62305-3 errechneten Trennungsabstandes werden zum Schutz des Wechselrichters auf der DC-Seite und für die Module Typ 2-Überspannungsableiter eingesetzt. Die Anzahl der Schutzgeräte (SPD) richtet sich nach der Entfernung zum zu schützenden Gerät. Alle 10 Meter wird ein weiteres Schutzgerät benötigt.

Umfassender Schutz für die AC-Seite

Die AC-Seite wird durch einen Kombi-Ableiter beim Netzanschluss geschützt. Beträgt die Entfernung vom Netzanschluss zum Wechselrichter mehr als 10 Meter, wird auf der AC-Seite des Wechselrichters ein weiterer Typ 2-Ableiter empfohlen.

Äußerer Blitzschutz OHNE ausreichenden Trennungsabstand

Beispiel 3

Wie sieht ein Blitzschutzsystem für Gebäude aus, bei denen die Trennungsabstände nicht eingehalten werden können, z.B. bei Metalldächern?

Normative Vorschriften und Hinweise:

Laut DIN EN 62305-3, Beiblatt 5, sollte ein Blitzschutzsystem bevorzugt werden, das unter Beibehaltung der erforderlichen Trennungsabstände keine direkte Verbindung zum PV-Stromversorgungssystem aufweist.
Kann der nach DIN EN 62305-2 errechnete Trennungsabstand nicht eingehalten werden, wird empfohlen, einen Blitzschutzpotentialausgleich durchzuführen und das PV-Gestell direkt mit der Blitzschutzanlage zu verbinden.

Umfassender Schutz für die DC-Seite

Für den Schutz des Wechselrichters auf der DC-Seite und der Module werden Typ 1 Kombi-Ableiter eingesetzt. Die Anzahl der Schutzgeräte (SPD) richtet sich nach der Entfernung zum zu schützenden Gerät. Alle 10 Meter wird ein weiteres Schutzgerät benötigt.

Umfassender Schutz für die AC-Seite

Die AC-Seite wird durch einen Kombi-Ableiter beim Netzanschluss geschützt. Beträgt die Entfernung vom Netzanschluss zum Wechselrichter mehr als 10 Meter wird auf der AC-Seite des Wechselrichters ein zusätzlicher Typ 1-Ableiter eingesetzt.

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Technischer Support ⎟ Photovoltaik

Telefon: +49 9181 906 1740

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