Blitz- und Überspannungsschutz für die technische Gebäudeausrüstung
Ganzheitlich planen. Zuverlässig betreiben.
Gebäude wie Rechenzentren und Krankenhäuser sind heute hochgradig elektrifiziert und basieren auf komplex vernetzten Systemen. Ob Energiemanagement, Zugangskontrollen oder effiziente Gebäudesteuerung – ohne fortschrittliche elektronische Komponenten ist ein zuverlässiger Betrieb kaum mehr möglich. Der Ausfall einer einzigen Komponente führt daher häufig zu einer Kettenreaktion. Das macht den Schutz der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) zu einem zentralen Aspekt in Planung und Ausführung – insbesondere in Gebäuden und Einrichtungen, die zur kritischen Infrastruktur zählen.
Schutzlösungen für die technische Gebäudeausrüstung
Wir haben die gesamte Technik im Blick: von Brandmeldeanlagen über Sicherheitsfunktionen bis hin zum Personen- und Anlagenschutz und bieten ganzheitliche Schutzlösungen vor Blitzschäden und Überspannungen. Lernen Sie unser Portfolio für den sicheren Betrieb von Gebäuden kennen und schützen Sie Personen, Anlagen und Investitionen.



Mit unseren Schutzlösungen für die technische Gebäudeausrüstung ist Verfügbarkeit frühzeitig planbar.
Systemische Risiken
Blitzereignisse und elektrische Störungen wie Überspannungen oder Netzstörungen wirken direkt auf Sicherheitstechnik, Gebäudeautomation und Leistungselektronik. Ohne abgestimmtes Schutzkonzept drohen Anlagenstörungen und Ausfälle, Schäden an sensibler Technik, erhöhtes Brandrisiko, kostenintensive Reparaturen und Stillstände.
Ganzheitlicher Schutz
Einzelmaßnahmen reichen nicht aus; es kommt auf ein sorgfältig geplantes und durchgängiges Schutzkonzept an, das alle relevanten Anwendungen der TGA berücksichtigt: von der Energieverteilung, Safety und Security, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik (HKL), Gebäudeautomation bis hin zu PV-Anlagen und E-Mobility.
Planung: Der richtige Zeitpunkt entscheidet
Bei der Gebäudeplanung werden Schutzmaßnahmen oft zu spät berücksichtigt – mit hohem Aufwand und unnötigen Mehrkosten. Bereits in der Planungsphase gilt es, Budgets zu berücksichtigen und Schnittstellen sauber zu definieren. DEHN begleitet Planer und Installateure von Beginn an mit abgestimmten Schutzlösungen aus einer Hand.
Das Blitzschutzzonenkonzept nach IEC EN 62305-4
Das Blitzschutzzonenkonzept folgt dem Prinzip der stufenweisen Energie-Reduktion: Mit jeder Zone nimmt die elektromagnetische Belastung ab. Dabei kommt es auf das Zusammenwirken aus Überspannungsableitern, Schirmung und EMV-gerechter Leitungsführung an. Wird Planung eines Blitzschutzzonenkonzepts im Neubau frühzeitig berücksichtigt, gelingt die Umsetzung vergleichsweise einfach. Anders im Bestand: Um Brandmeldeanlagen und weitere Anwendungen zu schützen, kommt es auf die sorgfältige Analyse der Leitungswege und baulicher Gegebenheiten an.
Schutzlösungen
Brandmeldeanlagen
Für Errichter und Planer von Gebäuden ist es entscheidend, den Schutz von Brandmeldeanlagen frühzeitig zu berücksichtigen – wir unterstützen Sie.
Sicherheitsbeleuchtung
Ein einziger ungeschützter Pfad genügt, um komplette Sicherheitsbeleuchtungsanlagen außer Betrieb zu setzen.
Vermeiden Sie das – wir unterstützen Sie.
Objekt- und Perimeterschutz
Sie bilden die erste sicherheitsrelevante Ebene eines Gebäudes. Vermeiden Sie den Ausfall einzelner Komponenten und sorgen Sie für eine starke Sicherheitskette.
Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen
HKL-Geräte sind geschützt, wenn Maßnahmen für die Energieversorgung und für die Informationstechnik greifen. Unser Schutzkonzept sorgt genau dafür.
Gebäudeautomation und MSR-Technik
Mit dem Überspannungsschutz für Mess-, Steuer- und Regeltechnik sichern Sie die Prozesse, aber auch die Verfügbarkeit von Anlagen.
Mit Sicherheit normgerecht
- Unsere Lösungen und Produkte sind normenkonform. Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und wie Sie diese mit unseren Lösungen erfüllen.
- Weitere Vorgaben zur Sicherheit von Menschen, Tieren und Technik enthalten die Normen der Reihe IEC 62305, sowie nationale Normen, Vorschriften und Gesetze.
FAQs
Ein Blitzschutzzonenkonzept nach IEC EN 62305-4 unterteilt Gebäude in Zonen mit stufenweiser Energiereduktion. Jede Zone reduziert die elektromagnetische Belastung. Nur bei korrekter Umsetzung und Berücksichtigung aller Übergänge sind Personen, Daten und Anlagen zuverlässig geschützt. Frühzeitige Planung im Neubau erleichtert die Umsetzung, im Bestand ist eine detaillierte Analyse nötig.
Ein niederimpedanter Erdungs- und Potentialausgleich sichert Gebäude gegen gefährliche Berührungsspannungen und ermöglicht die EMV-konforme Signalqualität. Nach EN 50310 müssen Energie- und Datenleitungen, Kabeltrassen und metallene Strukturen verbunden werden. Ohne durchdachte Erdung verlieren selbst korrekt installierte Überspannungsschutzgeräte ihre Wirkung.
Der Trennungsabstand ist die sichere Distanz zwischen leitenden Teilen, um Funkenüberschläge zu verhindern. Er schützt Leitungen und Systeme vor Schäden durch Blitzströme. Die Einhaltung nach IEC EN 62305 reduziert Brand- und Überschlagsrisiken. Ist der Abstand nicht realisierbar, sind Typ 1-Ableiter und ein Blitzschutzpotentialausgleich erforderlich.
Überspannungsableiter schützen vor Blitzstößen und transienten Überspannungen, die über Energie-, Steuerungs- oder Datenleitungen ins Gebäude gelangen. Sie leiten die Energie kontrolliert gegen Erde ab und begrenzen die Restspannung auf ein sicheres Niveau für nachgelagerte Geräte. Dadurch werden Sicherheitstechnik, Gebäudeautomation und Leistungselektronik zuverlässig geschützt.
Eine sorgfältige Leitungsverlegung nach EN 50174 stellt die Datenintegrität und Anlagenverfügbarkeit sicher. Energie- und Datenleitungen müssen getrennt geführt, Mindestabstände eingehalten und Schirme in den Potentialausgleich eingebunden werden. Ungünstige Leitungsführung erhöht den Schutzbedarf, besonders in sensiblen Bereichen wie Rechenzentren oder gebäudeübergreifenden Leitungen.
Im Neubau können Blitzschutzzonen, Erdung und Leitungsverlegung frühzeitig integriert werden. Im Bestand erfordern Platzmangel, gewachsene Strukturen und fehlende Erdung gezielte Nachrüstungen. Wichtig ist, vorab das Schutzziel zu definieren – geht es um reinen Brandschutz oder die langfristige Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit?
Effektiver Schutz entsteht durch das Zusammenspiel von Erdung und Potentialausgleich, Überspannungsschutz, Blitzschutzzonenkonzept sowie Leitungsführung und Schirmung. Nur wenn alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind, wirken sie im Ernstfall zuverlässig und reduzieren Risiken für Betrieb, Haftung und Funktionsverlust.
Planer müssen Normen korrekt einordnen, Schutzmaßnahmen optimal kombinieren und die Risiken für Projekte und Haftung minimieren. Ziel ist ein zukunftssicheres TGA-Konzept, das technisch zuverlässig, praxisgerecht und wirtschaftlich umsetzbar ist. Eine frühzeitige, gewerkeübergreifende Planung ist dabei entscheidend.
Services
Wir begleiten Ihr Projekt von der Planung bis zur Umsetzung und darüber hinaus. Nutzen Sie unser vielfältiges Angebot an praktischen Tools und Services.
Wir erstellen das komplette Blitzschutzkonzept – von der Risikoanalyse über die Erdungssimulation bis zur Budgetplanung – exakt auf Ihr Projekt abgestimmt und normengerecht.
Mit DEHNrisk ermitteln Sie das Blitzrisiko für bauliche Anlagen umfassend, zeitsparend und präzise. Die webbasierte Anwendung unterstützt bei der Bestimmung der Blitzschutzklasse sowie weiterer erforderlicher Maßnahmen.
Konzipieren Sie für Ihr Projekt den äußeren Blitzschutz sowie Erdungsanlagen nach DIN 18014 und IEC 62305-3. Für die weitere Verwendung erstellt das Programm automatisch eine Stückliste.





