Schutz von Brandmeldeanlagen
Von Anfang an mitgedacht: Für Errichter und Planer von Gebäuden ist es entscheidend, den Schutz von Brandmeldeanlagen frühzeitig zu berücksichtigen. Der Blitz- und Überspannungsschutz ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes, sondern auch essentiell, um die Funktion und Verfügbarkeit von Brandmeldeanlagen zu erhöhen.
Berücksichtigen Sie den Überspannungsschutz bei Ihren Planungen rechtzeitig und sichern Sie sich langfristig gegen unnötige Risiken und Kosten ab. Wir unterstützen Sie!
Das Risiko:
Überspannungen können über die Energieversorgung, Brandmelde-Loops, Kommunikations- und Netzwerkschnittstellen sowie Antennen- und Fernmeldeleitungen eingekoppelt werden – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Funktion der Anlage. Schon eine einzige ungeschützte Schnittstelle kann die gesamte Anlage gefährden.
Die Folgen:
Überspannungen können über die Energieversorgung, Brandmelde-Loops, Kommunikations- und Netzwerkschnittstellen sowie Antennen- und Fernmeldeleitungen eingekoppelt werden – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Funktion der Anlage. Schon eine einzige ungeschützte Schnittstelle kann die gesamte Anlage gefährden.
Unsere Lösung:
BMA-Schutz aus einem Guss: Unser Schutzkonzept sichert alle relevanten Ein- und Ausgänge der Brandmeldezentrale normgerecht und herstellerkonform. Wir machen komplexe Anforderungen verständlich und übersetzen sie in praxistaugliche Schutzkonzepte für sicherheitskritische TGA-Anwendungen.
Mehrwerte für Ihre Planung
Wir machen komplexe Anforderungen verständlich und übersetzen sie in praxistaugliche Schutzkonzepte für sicherheitskritische TGA-Anwendungen. Sie minimieren Ausfall- und Haftungsrisiken, führen eine normgerechte und nachvollziehbare Planung durch und schützen sicherheitsrelevante Investitionen. Zusammengefasst: Mit unseren Lösungen sorgen sie für maximale Verfügbarkeit der BMA auch bei extremen Ereignissen.
Mit Sicherheit normgerecht
Unsere Lösungen und Produkte sind normenkonform nach IEC 61643-11 und Teil 21. Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und wie Sie diese mit unseren Lösungen erfüllen. Weitere Vorgaben zur Sicherheit von Menschen, Tieren und Technik enthalten die Normen der Reihe IEC 62305, sowie nationale Normen, Vorschriften und Gesetze.
FAQs
Fragen Sie vor der Installation bei dem Hersteller der Brandmeldeanlage an und klären Sie mit den Experten die Möglichkeiten und die richtige Installation ab.
Überspannungs-Ableiter der Informationstechnik werden in der Regel in Reihe zur Anschlussleitung installiert. Wird ein Überspannungs-Ableiter durch die Überschreitung der Nennparameter (Längsstrom, Nennspannung) oder auf Grund von mehrmaligen Überspannungs-Ereignissen überlastet, trennt dieser zum Schutz die Leitung des Anlagenkreises oder des Endgeräts auf. Dadurch wird das Signal unterbrochen.
Trotz der Auftrennung des Signalkreises ist die Anlage weiterhin geschützt. Um die Verfügbarkeit eines Brandmelde-Loops jederzeit sicherzustellen, ist es erforderlich, die Hin- und die Rückleitung redundant über zwei separate Überspannungs-Schutzgeräte zu führen.
Die Normen IEC 62305 und EN 50310 sind für die Sicherheitstechnik in Bezug auf den Blitz- und Überspannungsschutz wichtige Normen. Insbesondere die IEC 62305-3 beschreibt die Notwendigkeit von Potentialausgleichsmaßnahmen bei Gebäuden mit einem äußerem Blitzschutzsystem.
Unter Punkt 6.2 Blitzschutz-Potentialausgleich heißt es sinngemäß, dass alle elektrisch leitenden Installationen, welche von außen ins Gebäude geführt werden, in den Potentialausgleich einzubeziehen sind. Bei elektrischen Leitungen ist dies durch Überspannungsschutzgeräte zu realisieren.
Da durch einen Blitzschlag nicht nur leitungsgebundene Überspannungen, sondern auch hohe elektromagnetische Störfelder zu erwarten sind, ist es sinnvoll, ein Blitzschutzzonen-Konzept nach IEC 62305-4 zu realisieren. Ist das auf Grund von baulichen Einschränkungen nicht möglich, so sollten zum Schutz der Funktion mindestens an der Brandmeldezentrale Überspannungs-Ableiter in den an- und abgehenden Leitungen verbaut werden. Die Brandmeldezentrale mit ihrem Gehäuse stellt in diesem Konzept eine neue Blitzschutzzone dar. Sobald eine Leitung bei einem zu schützenden Gerät nicht geschützt ist, können sich hier Überspannungen einkoppeln und das Gerät beschädigen und zerstören.
Ja, auch bei elektrisch leitfähigen Kabelschirmen und Beidrähten können sich transiente Überspannungen einkoppeln und zu Problemen führen. Kabelschirme sind daher auch in den Potentialausgleich mit einzubeziehen.
Bei Neuinstallationen werden oft auf Grund zukünftiger Flexibilität Kabel installiert, die eine höhere Anzahl an Adern aufweisen, als es die momentane Situation erfordert. Zudem werden diese oft aus Gründen der EMV als geschirmte Version eingesetzt, um die Störungseinwirkung auf die aktiven Adern und die Störungsaussendung der aktiven Adern zu benachbarten Systemen zu verringern. Besteht am Gebäude ein äußeres Blitzschutzsystem und verlassen metallene Leitungen dieses, so schreibt die Blitzschutznorm IEC 62305-3 unter dem Punkt 6.2.3 „Blitzschutz-Potentialausgleich für äußere leitende Teile“ vor, dass alle äußeren leitfähigen Teile – hierzu zählen zum Beispiel neben Rohrleitungen auch Kabel und Leitungen – in den Potentialausgleich einzubeziehen sind. Sind diese Kabel von einem Gebäude zu einem anderen Gebäude verlegt, muss zudem darauf geachtet werden, dass keine unzulässigen Ausgleichsströme auf dem Schirm und auf unbeschalteten Leitungen zum Fließen kommen. Um diese Ausgleichsströme zu vermeiden, hat es sich bewährt, die Leitungen nicht auf beiden Seiten direkt mit dem Potentialausgleich zu verbinden, sondern an einem Gebäudeübergang diese direkt und am anderen Eingang indirekt über Überspannungs-Ableiter zu erden.
Die Norm IEC 60364-5-53 beschreibt die Installation von Überspannungsschutzgeräten. Hier wird die Notwendigkeit weiterer Schutzgeräte dargestellt. Wenn beispielsweise die Leitungslänge von 10 m bis zum vorgelagerten Überspannungsschutz überschritten wird, sollten in elektrischen Anlagen weitere Schutzgeräte in den Unterverteilungen sowie an den Endgeräten verbaut werden.
Überspannungs-Ableiter für die Informationstechnik müssen nach der Produktnorm IEC 61643-21 geprüft werden. Diese Norm beschreibt, wie oft ein Überspannungs-Ableiter arbeiten und wie viel Energie er ableiten können muss. Die Norm beschreibt verschiedene Formen von Impulsen, die berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen:
- der größte Energieeintrag wie der direkte Blitzeinschlag
- der elektromagnetische Impuls des Blitzes
- und Schaltüberspannungen.
Wenn man diese drei Impulsformen vergleicht, wird ersichtlich, dass ein nach Norm geprüfter Überspannungs-Ableiter unterschiedliche Energien verarbeiten muss. Die Produktnorm skaliert somit die Lebensdauer in verschiedenen Impulskategorien.
Der Kombi-Ableiter Blitzductor XT ist in den Impulskategorien D1, C2 und C3 geprüft und muss mindestens 2 x 2,5 kA 10/350 µs Impulse (direkte Blitzeinschläge) oder 10 x 5 kA 8/20 µs Impulse (elektromagnetische Impulse) oder 300 x 1 kA 8/20 µs Impulse (Schaltüberspannungen) verarbeiten können. In der Praxis treten die Impulsformen gemischt auf und es kommt darauf an, an welchem Ort der Ableiter installiert wird und welche Impulse dort auftreten.
Für die Inspektion von Gefahrenmeldeanlagen sind die für den jeweiligen Anwendungsbereich relevanten Normen zu betrachten. Darunter fällt zum Beispiel die IEC 62305. Die IEC 62305-3 gibt einen Inspektionszyklus in Abhängigkeit von der Blitzschutzklasse mit maximal vier Jahre an.
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Schutzlösungen für Brandmeldeanlagen
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Überspannungsschutz für Brandmeldeanlagen und Feuerwehrperipherie
Muster-LV
Überspannungsschutz für Brandmeldeanlagen und Feuerwehrperipherie
