Schutz von Brandmeldeanlagen
Für Errichter und Planer sicherheitstechnischer Anlagen ist es entscheidend, den Schutz von Brandmeldeanlagen von Anfang an zu berücksichtigen. Blitz- und Überspannungsschutz ist ein zentraler Bestandteil des anlagentechnischen Brandschutzes und erhöht die Funktionssicherheit sowie Verfügbarkeit der Anlagen.
Ein frühzeitig integrierter Überspannungsschutz reduziert Ausfallrisiken und Folgekosten und unterstützt die normgerechte Umsetzung Ihrer Projekte. Gleichzeitig minimieren Sie Haftungsrisiken: Kommt es infolge unzureichenden Schutzes zu Störungen oder Ausfällen, können Errichter und Betreiber im Schadensfall zur Verantwortung gezogen werden. Mit einer fachgerechten Planung erfüllen Sie gesetzliche und normative Anforderungen und sichern sich rechtlich ab.
Berücksichtigen Sie den Überspannungsschutz bei Ihren Planungen frühzeitig und sichern Sie sich langfristig gegen unnötige Risiken und Folgekosten ab. Wir unterstützen Sie!
Das Risiko:
Überspannungen können über die Energieversorgung, Brandmelde-Loops, Kommunikations- und Netzwerkschnittstellen sowie Antennen- und Fernmeldeleitungen eingekoppelt werden – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Funktion der Anlage. Schon eine einzige ungeschützte Schnittstelle kann die gesamte Anlage gefährden.
Die Folgen:
Überspannungsschäden können die Brandfallsteuerungen von Brandmeldeanlagen beeinträchtigen oder komplett außer Funktion setzen. In einem Notfall stehen dann zentrale Sicherheitsfunktionen wie das Auslösen von Löschsystemen, das Öffnen von Rauchabzügen oder die Aktivierung der Fluchtwegbeleuchtung nicht zuverlässig zur Verfügung. Neben der erhöhten Gefahr für Personen und Sachwerte entstehen zusätzliche Risiken für den Betreiber durch mögliche Haftungsansprüche und Betriebsunterbrechungen.
Unsere Lösung:
Profitieren Sie von unserer jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich Blitz- und Überspannnungsschutz. Wir unterstützen Sie gerne! Unser Schutzkonzept sichert alle relevanten Schnittstellen einer Brandmeldezentrale normgerecht und herstellerspezifisch. Wir machen komplexe Anforderungen verständlich und übersetzen sie in praxistaugliche Schutzkonzepte für sicherheitsrelevante TGA-Anwendungen.
Mit Sicherheit normgerecht
Unsere Lösungen und Produkte sind normenkonform nach IEC 61643-11 und Teil 21. Des Weiteren erfüllt ein Großteil unserer Blitzductor XT-Serie die Konformität nach VdS 2833, was den Einsatz im kritischen Umfeld ermöglicht. Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und wie Sie diese mit unseren Lösungen erfüllen. Weitere Vorgaben zur Sicherheit von Menschen, Tieren und Technik enthalten die Normen der Reihe IEC 62305, sowie nationale Normen, Vorschriften und Gesetze.
Passend für Sie - maßgeschneiderte Lösungen mit leistungsstarken Komponenten
Für jede Brandmeldeanlage sind die Anforderungen an den Überspannungsschutz unterschiedlich. Deshalb bieten wir flexible, individuell konfigurierte Lösungen, die sich exakt auf Ihre technischen Gegebenheiten abstimmen lassen. Unsere leistungsstarken Schutzkomponenten sorgen für zuverlässige Funktionalität und erhöhen dauerhaft die Anlagenverfügbarkeit.
- Individuelle Schutzlösungen und Auswahl von Einzelkomponenten
Ob komplette Schutzlösung oder gezielte Ergänzung: Wir stellen die passende Kombination an Überspannungsableitern bereit. - Vormontierte Überspannungsschutz‑Verteiler, passend zum BMA‑System
Für definierte Anwendungsfälle bieten wir über unsere Partner anschlussfertige, vorkonfigurierte Verteiler an, die alle benötigten Schutzkomponenten enthalten. - Neue Lösungen, speziell für Ihre Anforderungen konzipiert
Bei Bedarf entwickeln wir gerne mit Ihnen neue Lösungen, welche exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Individuelle Schutzgeräte für jede Anforderung
Welche Schutzgeräte in einer Brandmeldeanlage optimal eingesetzt werden können, ergibt sich erst aus der ganzheitlichen Betrachtung der konkreten Infrastruktur und der potenziellen Risiken nach dem Blitzschutzzonen-Konzept. Unsere systemspezifischen Auswahlhilfen und technischen Empfehlungen bieten eine zuverlässige Orientierung:
Vormontierte DEHNcube Überspannungsschutz-Verteiler
Die Systeme enthalten alle benötigten Schutzkomponenten in einer abgestimmten Grundkonfiguration. Durch die Vormontage entfällt die aufwendige Auswahl und Installation einzelner Komponenten. Die anschlussfertige Vorkonfiguration reduziert zudem Installationsfehler und erleichtert die normgerechte Umsetzung der Schutzmaßnahmen.

DEHNcube FEZ | Regraph
Die anschlussfertige Systemlösung bietet den optimalen Schutz für Feuerwehranlaufstellen im VdS Klasse C Gehäuse. Die integrierten Blitz- und Überspannungs-Ableiter stellen den Blitzschutz-Potentialausgleich am Zonenübergang 0 auf 1 sicher.

hifire 4400 | Telenot
Für die Brandmelderzentrale bieten wir eine exakt darauf abgestimmte Boxlösung für den Blitz- und Überspannungsschutz. Sie lässt sich leicht integrieren, erhöht die Betriebssicherheit und schützt die zentrale Kommunikation zuverlässig vor Störungen.
FAQs
Fragen Sie vor der Installation bei dem Hersteller der Brandmeldeanlage an und klären Sie mit den Experten die Möglichkeiten und die richtige Installation ab.
Überspannungs-Ableiter der Informationstechnik werden in der Regel in Reihe zur Anschlussleitung installiert. Wird ein Überspannungs-Ableiter durch die Überschreitung der Nennparameter (Längsstrom, Nennspannung) oder auf Grund von mehrmaligen Überspannungs-Ereignissen überlastet, trennt dieser zum Schutz die Leitung des Anlagenkreises oder des Endgeräts auf. Dadurch wird das Signal unterbrochen.
Trotz der Auftrennung des Signalkreises ist die Anlage weiterhin geschützt. Um die Verfügbarkeit eines Brandmelde-Loops jederzeit sicherzustellen, ist es erforderlich, die Hin- und die Rückleitung redundant über zwei separate Überspannungs-Schutzgeräte zu führen.
Die Normen IEC 62305 und EN 50310 sind für die Sicherheitstechnik in Bezug auf den Blitz- und Überspannungsschutz wichtige Normen. Insbesondere die IEC 62305-3 beschreibt die Notwendigkeit von Potentialausgleichsmaßnahmen bei Gebäuden mit einem äußerem Blitzschutzsystem.
Unter Punkt 6.2 Blitzschutz-Potentialausgleich heißt es sinngemäß, dass alle elektrisch leitenden Installationen, welche von außen ins Gebäude geführt werden, in den Potentialausgleich einzubeziehen sind. Bei elektrischen Leitungen ist dies durch Überspannungsschutzgeräte zu realisieren.
Da durch einen Blitzschlag nicht nur leitungsgebundene Überspannungen, sondern auch hohe elektromagnetische Störfelder zu erwarten sind, ist es sinnvoll, ein Blitzschutzzonen-Konzept nach IEC 62305-4 zu realisieren. Ist das auf Grund von baulichen Einschränkungen nicht möglich, so sollten zum Schutz der Funktion mindestens an der Brandmeldezentrale Überspannungs-Ableiter in den an- und abgehenden Leitungen verbaut werden. Die Brandmeldezentrale mit ihrem Gehäuse stellt in diesem Konzept eine neue Blitzschutzzone dar. Sobald eine Leitung bei einem zu schützenden Gerät nicht geschützt ist, können sich hier Überspannungen einkoppeln und das Gerät beschädigen und zerstören.
Ja, auch bei elektrisch leitfähigen Kabelschirmen und Beidrähten können sich transiente Überspannungen einkoppeln und zu Problemen führen. Kabelschirme sind daher auch in den Potentialausgleich mit einzubeziehen.
Bei Neuinstallationen werden oft auf Grund zukünftiger Flexibilität Kabel installiert, die eine höhere Anzahl an Adern aufweisen, als es die momentane Situation erfordert. Zudem werden diese oft aus Gründen der EMV als geschirmte Version eingesetzt, um die Störungseinwirkung auf die aktiven Adern und die Störungsaussendung der aktiven Adern zu benachbarten Systemen zu verringern. Besteht am Gebäude ein äußeres Blitzschutzsystem und verlassen metallene Leitungen dieses, so schreibt die Blitzschutznorm IEC 62305-3 unter dem Punkt 6.2.3 „Blitzschutz-Potentialausgleich für äußere leitende Teile“ vor, dass alle äußeren leitfähigen Teile – hierzu zählen zum Beispiel neben Rohrleitungen auch Kabel und Leitungen – in den Potentialausgleich einzubeziehen sind. Sind diese Kabel von einem Gebäude zu einem anderen Gebäude verlegt, muss zudem darauf geachtet werden, dass keine unzulässigen Ausgleichsströme auf dem Schirm und auf unbeschalteten Leitungen zum Fließen kommen. Um diese Ausgleichsströme zu vermeiden, hat es sich bewährt, die Leitungen nicht auf beiden Seiten direkt mit dem Potentialausgleich zu verbinden, sondern an einem Gebäudeübergang diese direkt und am anderen Eingang indirekt über Überspannungs-Ableiter zu erden.
Die Norm IEC 60364-5-53 beschreibt die Installation von Überspannungsschutzgeräten. Hier wird die Notwendigkeit weiterer Schutzgeräte dargestellt. Wenn beispielsweise die Leitungslänge von 10 m bis zum vorgelagerten Überspannungsschutz überschritten wird, sollten in elektrischen Anlagen weitere Schutzgeräte in den Unterverteilungen sowie an den Endgeräten verbaut werden.
Überspannungs-Ableiter für die Informationstechnik müssen nach der Produktnorm IEC 61643-21 geprüft werden. Diese Norm beschreibt, wie oft ein Überspannungs-Ableiter arbeiten und wie viel Energie er ableiten können muss. Die Norm beschreibt verschiedene Formen von Impulsen, die berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen:
- der größte Energieeintrag wie der direkte Blitzeinschlag
- der elektromagnetische Impuls des Blitzes
- und Schaltüberspannungen.
Wenn man diese drei Impulsformen vergleicht, wird ersichtlich, dass ein nach Norm geprüfter Überspannungs-Ableiter unterschiedliche Energien verarbeiten muss. Die Produktnorm skaliert somit die Lebensdauer in verschiedenen Impulskategorien.
Der Kombi-Ableiter Blitzductor XT ist in den Impulskategorien D1, C2 und C3 geprüft und muss mindestens 2 x 2,5 kA 10/350 µs Impulse (direkte Blitzeinschläge) oder 10 x 5 kA 8/20 µs Impulse (elektromagnetische Impulse) oder 300 x 1 kA 8/20 µs Impulse (Schaltüberspannungen) verarbeiten können. In der Praxis treten die Impulsformen gemischt auf und es kommt darauf an, an welchem Ort der Ableiter installiert wird und welche Impulse dort auftreten.
Für die Inspektion von Gefahrenmeldeanlagen sind die für den jeweiligen Anwendungsbereich relevanten Normen zu betrachten. Darunter fällt zum Beispiel die IEC 62305. Die IEC 62305-3 gibt einen Inspektionszyklus in Abhängigkeit von der Blitzschutzklasse mit maximal vier Jahre an.
Unsere Services
Wir begleiten Ihr Projekt von der Planung bis zur Umsetzung und darüber hinaus. Nutzen Sie unser vielfältiges Angebot an praktischen Tools und Services.
DEHN INSTATEC ist Ihr starker Partner für Elektroinstallationen, Sicherheitstechnik, Service und Dienstleistungen.
In den Auswahlhilfen für Überspannungsschutz im Bereich Sicherheitstechnik sind alle wichtigen Informationen kompakt und übersichtlich zusammengefasst.
Downloads
Schutzlösungen für Brandmeldeanlagen
DEHN schützt die technische Gebäudeausrüstung
Leistungsverzeichnis für Planer
Überspannungsschutz für Brandmeldeanlagen und Feuerwehrperipherie
Muster-LV
Überspannungsschutz für Brandmeldeanlagen und Feuerwehrperipherie




