Relevante Normen für die E-Mobilität

Die heute gültigen Normen haben unterschiedliche Schwerpunkte, ermöglichen aber in ihrer ganzheitlichen Anwendung dauerhafte und umfassende Schutzlösungen. Die Normen der Reihe 0100 sind Installationsnormen und deshalb auf die feste Installation anzuwenden. Sofern eine Ladesäule nicht ortsveränderlich und über eine feste Verkabelung angeschlossen ist, fällt sie in den Geltungsbereich der 0100.

Wann Überspannungsschutz:
DIN VDE 0100-443

Die Norm DIN VDE 0100-443 (Oktober 2016) sagt aus, WANN ein Überspannungsschutz zu installieren ist. Zum Beispiel bei Auswirkungen auf öffentliche Einrichtungen, Gewerbe- und Industrieaktivitäten und wenn empfindliche Betriebsmittel der Überspannungskategorie I + II installiert sind.

Welcher Schutz, wie installiert:
VDE 0100-534

Durch die DIN VDE 0100-534 (Oktober 2016) erfolgt die Auswahl der geforderten Überspannungsschutz-Einrichtungen, sprich WELCHER Überspannungsschutz zu wählen ist und WIE dieser zu installieren ist.

Die Blitzschutznorm:
VDE 0185-305

Wenn die Ladeinfrastruktur an Anlagen mit bestehendem Äußeren Blitzschutz errichtet wird oder wenn generell eine Gefährdung durch direkten Blitzeinschlag zu erwarten ist, dann ist zusätzlich die Blitzschutznorm VDE 0185-305 zu berücksichtigen.

Neu vom DKE:

Leitfaden zur Elektromobilität V4

Bekommen Sie einen Gesamtüberblick über den Fortschritt sowie über die aktuellsten Anforderungen für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität.

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Weitere Normen im Kontext
der E-Mobilität

DIN VDE 0100-722

Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art – Stromversorgung von Elektrofahrzeugen

Aufgrund der neuen Norm DIN VDE 0100-722 ist ein Überspannungsschutz bei öffentlich zugänglichen Anschlusspunkten bei Planungen und Errichtungen ab Juni 2019 Pflicht.

722.443 Schutz bei transienten Überspannungen infolge atmosphärischer Einflüsse oder von Schaltvorgängen

722.443.4 Beherrschung von Überspannungen

Ein öffentlich zugänglicher Anschlusspunkt wird als Teil einer öffentlichen Einrichtung erachtet und muss daher bei transienten Überspannungen geschützt sein. Die Auswahl und Installation der Überspannungsschutzgeräte erfolgt weiterhin nach DIN VDE 0100-443 und -534.

VDE AR-N 4100

Basisregelwerk für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz

Bei Ladesäulen, die direkt an das Niederspannungsnetz angeschlossen sind, ist zusätzlich die VDE AR-N-4100 zu berücksichtigen.

Hier werden unter anderem zusätzliche Anforderungen an Typ 1-Ableiter beschrieben, die im Hauptstromversorgungssystem eingesetzt werden, z. B.:

  • SPDs Typ1 müssen der Produktnorm DIN EN 61643‑11 (VDE 0675‑6‑11) entsprechen.
  • Es müssen ausschließlich spannungsschaltende SPDs Typ 1 (mit Funkenstrecke) eingesetzt werden. SPDs mit einem oder mehreren Varistoren oder eine Parallelschaltung einer Funkenstrecke mit einem Varistor enthalten, sind verboten.
  • SPDs Typ1 dürfen keinen Betriebsstrom durch Statusanzeigen, z.B. LEDs verursachen.

Schutz der Lade­infrastruktur

Welche normativen Forderungen muss ich einhalten? Welche Maßnahmen sichern meine Ladestation auf der Basis des Blitz-Schutzzonen-Konzepts? Erfahren Sie mehr.

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