Normgerechter Blitzschutz für GET H2 Nukleus
RWE ist Gestalter und Schrittmacher der modernen Energiewelt. Mit ihrer Investitions- und Wachstumsoffensive trägt RWE maßgeblich zum Gelingen der Energiewende und zur Dekarbonisierung des Energiesystems bei. Für das Unternehmen arbeiten weltweit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 20 Ländern. Im Bereich Erneuerbare Energien ist RWE eines der führenden Unternehmen. RWE investiert Milliarden in den Ausbau ihres Erzeugungsportfolios, vor allem in Offshore- und Onshore-Wind, Solarenergie und Batteriespeicher. Es wird perfekt ergänzt um den globalen Energiehandel.

Das Projekt
GET H2 ist eine branchenübergreifende Initiative zum Aufbau einer integrierten Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Transport und Speicherung bis zur industriellen Nutzung – miteinander zu verknüpfen. RWE nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, insbesondere bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff. Am Standort Lingen realisiert RWE eine der größten Elektrolyseanlagen Deutschlands mit einer geplanten Leistung von bis zu 300 MW. DEHN schützt die Elektrolyseure von RWE mit leistungsfähigen Blitzschutzlösungen – für maximale Betriebssicherheit und deutlich reduzierte Ausfallzeiten.
Die Herausforderungen
Ziel des Projekts war es, die Blitzschutzplanung präzise auf die tatsächlichen Gegebenheiten der Anlage abzustimmen und insbesondere die hohen Sicherheitsanforderungen in explosionsgefährdeten Bereichen zuverlässig zu berücksichtigen.
Dazu wurden die relevanten Anlagenbereiche, baulichen Gegebenheiten und vorhandenen Dachaufbauten im Rahmen einer umfassenden Gefährdungsanalyse detailliert erfasst und bewertet.
Mit einer konsequent überarbeiteten und normgerechten Blitzschutzplanung nach DIN EN IEC 62305 wurde eine zukunftssichere Lösung geschaffen.
Die Lösung
Um einen zuverlässigen Schutz der Elektrolyseanlagen sicherzustellen, wurde die Blitzschutzplanung vollständig neu ausgerichtet und konsequent an die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort angepasst.
Auf Basis der Blitzschutzklasse II wurde ein durchdachtes Schutzkonzept entwickelt, das von einer durchgängigen Blitzschutzpotentialausgleichsebene auf Dachniveau ausgeht. Dadurch wird gewährleistet, dass Blitzströme gezielt über die äußeren Gebäudestrukturen – wie Wände und Stützen – abgeleitet werden. Das Ergebnis ist eine effektive Entlastung sensibler Dachaufbauten.
Durch die optimale Positionierung der Fangeinrichtungen des äußeren Blitzschutzsystems wird ein direkter Blitzeinschlag in das Gebäude zuverlässig verhindert. Ergänzend wurden bestehende Strukturen wie Telemasten und Turmbauten intelligent in das Schutzkonzept integriert und für die Blitzkugelberechnung berücksichtigt.
Zum Einsatz kommende HVI-Fangeinrichtungen sorgen dafür, dass Blitzströme sicher aufgenommen und über isolierte Ableitungen kontrolliert in die Potentialausgleichsebene geführt werden. Gleichzeitig wurde die Attika blitzstromtragfähig ausgeführt und vollständig in das System eingebunden.

Das Ergebnis
Im Rahmen der Planungsdienstleistung DEHN-Engineering wurde für RWE ein maßgeschneidertes Blitzschutzkonzept für Elektrolyseure entwickelt.
Kern der Lösung ist eine hochpräzise 3D-Planung der Blitzschutzanlage, die eine optimale Abstimmung auf die Anlagengeometrie ermöglicht. Mithilfe des Blitzkugelverfahrens wurden die Fangeinrichtungen exakt positioniert, um einen zuverlässigen Schutzraum für die sensiblen Anlagenteile zu schaffen.
Das Ergebnis: Ein leistungsfähiges, normkonformes Blitzschutzsystem, das maximale Sicherheit bietet, kritische Anlagenteile schützt und die Einhaltung aller erforderlichen Trennungsabstände gewährleistet – selbst unter anspruchsvollsten Bedingungen.


