anwendungsregel ar 4100
Anwendungsregel VDE-AR-N 4100

Das neue DEHNshield ZP Basic SG

Der Kombi-Ableiter für Wohngebäude ohne äußeren Blitzschutz ist die ideale Lösung für die Vorgaben der DIN VDE 0100-534 und der VDE-AR-N 4100. Die Montage erfolgt schnell, einfach und komplett werkzeuglos (durch Click + Power-Montage) auf dem 40 mm-Sammelschienensystem.

Neue VDE-AR-N 4100: Das Wichtigste zu Erdung und Überspannungsschutz

Seit dem 27.04.2019 ist die neue Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 in Kraft. Sie bildet ein neues, einheitliches Basisregelwerk für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz. 

Eine der wichtigsten allgemeinen Änderungen vorweg:
In jedem Zählerschrank ist nun (gem. VDE-AR-N 4100 Kapitel 7.8.2) mindestens eine Spannungsversorgung für die Intelligente Messeinrichtung (Smart Meter Gateway) nach Vorgaben des Versorgungsnetzbetreibers vorzusehen. Diese ist aus dem NAR (Netzseitigen Anschlussraum) abzugreifen. 

Bitte beachten Sie diese Vorgabe für Ihre Installationen! 

Kompakt für Sie zusammengefasst finden Sie hier die wichtigsten Informationen in Bezug auf Erdung und Überspannungsschutz.

2-in-1 Gerät: Spannungsversorgung Messsystem + Überspannungsschutz in einem

Neue Anforderungen der VDE-AR-N 4100 leicht gemacht

Die Generation Click + Power des DEHNshield ZP hat diese neuen Vorgaben voll im Blick und integriert 2 Funktionen in 1 Gerät:
Überspannungsschutz sowie einen davon getrennten zusätzlichen Spannungsabgriff.

Ein Spannungsabgriff ist damit schnell und einfach mit nur einem Klick realisiert – ohne aufwendige Zusatzmontage.

Vorteile der neuen DEHNshield ZP-Generation:  

  • Vorgaben der VDE-AR-N 4100 erfüllen - komfortabel und schnell den Spannungsabgriff realisieren
  • Zeit gewinnen - durch den Wegfall einer zusätzlichen Montage des Spannungsabgriffs
  • Material und Kosten sparen - für bisher benötigtes zusätzliches Installationsmaterial

 

voraussichtlich lieferbar ab Mitte Oktober!

Vom Zählerplatz zur Technikzentrale

Die neue Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 bereitet Zählerschränke auf die künftigen Anforderungen der Energiewende oder E-Mobility vor.

Zugleich wird sie der Tatsache gerecht, dass sich der klassische Zählerplatz hin zur Technikzentrale entwickelt, in der sich mehr und mehr empfindliche Geräte finden. Und diese gilt es vor Schäden zu bewahren.




In der VDE-AR-N 4100 sind nun zusammengefasst:

Erdung

Bitte beachten Sie: In neu zu errichtenden Gebäuden ist unabhängig vom Netzsystem ein Fundamenterder nach DIN 18014 zu errichten. Diese Forderung ist gegenüber der TAB 2000 unverändert.

Erfahren Sie mehr zu normativen Vorgaben, Vorteilen sowie zum richtigen Aufbau des Fundamenterders:

Überspannungsschutz für die Niederspannungsversorgung

SPD Typ 1 im Hauptstromversorgungssystem
(VDE-AR-N 4100: Kapitel 11.2.)

 

Einbauvarianten

Im Hauptstromversorgungssystem können SPDs (engl. Surge Protective Device) des Typ1 im netzseitigen Anschlussraum des Zählerschrankes, in einem Hauptverteiler oder in einem separaten Gehäuse installiert werden. Ein Einbau im Hausanschlusskasten ist nun mit Erscheinen der VDE-AR-N 4100 nicht mehr erlaubt!

Der Einsatz von „Kombi-Ableitern“ (z.B. DEHNshield ZP) ist jetzt auch zum Schutz empfindlicher Betriebsmittel in Zählerschränken der Überspannungskategorie I oder II ausdrücklich gestattet.

Ein Beispiel für derartige empfindliche Geräte sind intelligente Messsysteme (z.B. das SMG Smart Meter Gateway). Diese Forderung des Schutzes von empfindlichen Geräten berücksichtigt die RAC-Funkenstreckentechnologie in idealer Weise. Mit minimalen Restenergien vermeidet sie unnötige Belastungen für empfindliche Betriebsmittel. 

Es ist dabei eine energetische Koordination mit den im Vorzählerbereich eingesetzten Betriebsmitteln und den darin integrierten spannungsbegrenzenden Schutzkomponenten sicherzustellen.

Auch hier bietet die RAC-Funkenstreckentechnologie des DEHNshield ZP einen zusätzlichen Vorteil:
In Anlagen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis (z.B. Krankenhaus) oder in gewerblich genutzten Anlagen ist der Einbau von SPDs Typ1 mit Fernmeldekontakten im Hauptstromversorgungssystem nun erlaubt.

Bei Freileitungseinspeisung fordert die DIN VDE 0100-534: 2016-10 (Anhang B) den Einbau eines SPDs Typ 1.
Dieses muss bei einem Dachständeranschluss mindestens am Zählerschrank eingebaut werden. Hierdurch stellt das SPD Typ 1 am Zählerschrank den Potentialausgleich zwischen den aktiven Leitern und der Erdungsanlage sicher.

Anforderungen an SPD Typ 1 nach VDE-AR-N 4100

 

  • SPDs Typ1 müssen der Produktnorm DIN EN 61643‑11 (VDE 0675‑6‑11) entsprechen
     
  • Die SPDs Typ 1 müssen bei innerem Kurzschluss dauerhaft vom Netz getrennt werden
     
  • Es müssen ausschließlich spannungsschaltende SPDs Typ 1 (mit Funkenstrecke) eingesetzt werden. SPDs mit einem oder mehreren Varistoren oder eine Parallelschaltung einer Funkenstrecke mit einem Varistor enthalten, sind verboten
     
  • SPDs Typ1 dürfen keinen Betriebsstrom durch Statusanzeigen, z.B. LEDs verursachen
     
  • Die Kurzschlussfestigkeit ISCCR eines SPD Typ1 muss mindestens 25 kA betragen
     
  • Ein Folgestrom nach Ansprechen des SPD Typ1 darf nicht zum Auslösen der Hausanschlusssicherung führen. Angaben zum Folgestromverhalten sind durch den Hersteller bereitzustellen
     
  • Die schutzisolierten Gehäuse für die Aufnahme von SPDs Typ 1 müssen plombierbar sein
     
  • Eine Überprüfung der Statusanzeige muss ohne Öffnung des plombierten Gehäuses möglich sein

 

Erdungsanbindung von SPDs

Grundsätzlich sind Erdungsverbindungen der SPDs mit der Haupterdungsschiene / Haupterdungsklemme UND mit dem Schutzleiter der Kundenanlage vorzusehen.


Beispiel: TN-C-S-System mit DEHNshield Basic TT/TNS

1   Zählerschrank: SPDs Typ 1/Kombi-Ableiter

2   Schutzleiter

3   Haupterdungsschiene

4a Erdungsverbindung der SPDs mit
     Haupterdungsschiene/Haupterdungsklemme
     (Leitungslänge so kurz wie möglich)

4b Erdungsverbindung der SPDs mit dem Schutzleiter der elektrischen Anlage

F1 Überstrom-Schutzeinrichtungen Netzanschluss < 160A

5   Erdungsleiter

6   Betriebserder der Stromquelle

7   Erder der elektrischen Anlage, z.B. Fundamenterder

Überspannungsschutz bei Kommunikationseinrichtungen am HÜP

(VDE-AR-N 4100: Kapitel 11.2.4)

Anforderungen und Einbauort

Überspannungsschutz für die Kommunikationseinrichtungen wird empfohlen, wenn

  • SPDs für die Niederspannungsversorgung (gem. Kapitel 11.2.1) vorhanden sind und gleichzeitig
  • Kommunikationseinrichtungen (gem. Kapitel 7.7 und 9) mit einem Anschluss an den HÜP geplant sind

Die Installation des SPDs hat dann unmittelbar vor oder im Raum für den APZ zu erfolgen.  

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