Wiederkehrende Prüfung von Erdungs- und Kurzschließvorrichtungen

Neue Prüfmöglichkeit für ortsveränderliche Erdungsvorrichtungen und Erdungsgarnituren

Kupferkorrosion und Litzenbrüche können zu Querschnittsminderung bei ortsveränderlichen Erdungsvorrichtungen führen. Dies kann z. B. beim irrtümlichen Wiedereinschalten einer elektrischen Anlage zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden (tödliche Körperdurchströmung oder Verbrennung durch Störlichtbögen) führen.

Die Prüfpflicht für elektrische Betriebsmittel gilt auch für Erdungs- und Kurzschließvorrichtungen. Bislang war eine Prüfung solcher EuK-Vorrichtungen in regelmäßigen Zeitabschnitten wirtschaftlich vertretbar nur über die rein optische Begutachtung möglich.

Nun gibt es ein neues Prüfverfahren, das über die statische und dynamische Messung des ohmschen Widerstandes eine qualitativ verbesserte Aussage über den Zustand einer Erdungsgarnitur liefert.


Die Prüfung erfolgt in drei Schritten:

  1. Optische Prüfung auf sichtbare Mängel
  2. Statische Prüfung - Messung des Gesamtwiderstandes an der ruhenden EuK-Vorrichtung
  3. Dynamische Prüfung - Messung der relativen Widerstandsänderung an der bewegten EuK-Vorrichtung


Über die Software kann eine eindeutige, zuverlässige Aussage über den Zustand der Erdungsvorrichtung getroffen werden. Die Ergebnisse der technischen Prüfung werden in der Software übersichtlich über die Ampelfarben dargestellt:

Prüfen von EuK-Vorrichtungen

Rot

Grenzwerte nicht eingehalten.
Erdungsvorrichtung reparieren lassen oder aussondern!

Gelb

Grenzwerte knapp eingehalten.
Für Instandhaltung einplanen.

Grün

Grenzwerte hervorragend eingehalten.
Keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Mehr als eineinhalb Jahre Praxiserprobung haben gezeigt, dass bei einer Vielzahl von Erdungs-und Kurzschließvorrichtungen verdeckte Beschädigungen vorlagen, die über eine optische Prüfung alleine nicht gefunden wurden. Dies zeigt deutlich die Notwendigkeit von regelmäßig wiederkehrenden Prüfungen mit einem genaueren Prüfverfahren.