Die Ankunft

Laut, schwül und unheimlich viele Menschen. Das sind die ersten Eindrücke, die beim Verlassen des Flughafengebäudes auf mich einströmen. Welcome to Shanghai, dem boomenden und pulsierenden Wirtschaftsmotor Chinas am Delta des Yangtze. Hier werde ich als Praktikantin im Produktmanagement der DEHN Surge Protection (Shanghai) Co., Ltd. die nächsten drei Monate verbringen.

Anna Stockbauer

Studentin der Technologie- und Managementorientierten Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) an der TU München

Über die Autorin

Anna Stockbauer war von August bis Oktober 2015 als Praktikantin im Produktmanagement der DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG. tätig. In diesen drei Monaten konnte sie wertvolle Einblicke in die Aufgabengebiete eines Produktmanagers gewinnen und war an Projekten des Innovationsmanagements und des strategischen Marketings beteiligt. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in einem internationalen Umfeld unterstützte sie von Juli bis September 2016 das Team des Produktmanagements der DEHN Surge Protection (Shanghai) Co., Ltd. Dort beschäftigte sie sich unter anderem mit der Analyse und Strukturierung des New Product Flow und war zuständig für die Einführung des Hochlaufcontrollings.

Straßenverkehr in Shanghai

Für ordnungsliebende Deutsche wie mich ist der Verkehr in Shanghai ein Schockerlebnis. Nicht die hilflos winkenden Verkehrspolizisten auf den Kreuzungen oder die allgemeinen Verkehrsregeln regieren die Straßen, sondern purer Darwinismus - der Stärkste kommt ans Ziel.

Mein Arbeitsalltag

Mein Arbeitstag beginnt mit der Fahrt im Firmenbus und dem fröhlichen „Nihau! Morning!“ des Busfahrers Mr. Tang. Er versteht zwar genauso viel Englisch wie ich Chinesisch, aber das tut unserer interkulturellen Freundschaft keinen Abbruch.

Sightseeing Teil 1

Im Gegensatz zu Peking hat Shanghai an Kulturgütern und alten chinesischen Denkmälern wenig zu bieten. Es sind eher das pulsierende Leben dieser Großstadt und die vielen Eindrücke des Alltags, die Shanghai sehenswert machen.

Mode und Trends

Chinesen haben keinen Sinn für Mode? Von wegen. Wenn wir Europäer glauben, hier modisch irgendjemandem etwas vorzumachen, haben wir uns gründlich getäuscht. Angeblich sind es die Shanghaierinnen, die innerhalb Chinas den meisten Wert auf Kleidung und Stil legen. Nicht zuletzt deswegen nennt man Shanghai auch das Paris des Ostens.

Chinesische Küche und Esskultur

Essen spielt in China eine zentrale Rolle. In manchen Landesteilen stellt man dem Gegenüber statt „Wie gehts?“ die Frage „Heute schon gegessen?“. Nach zwei Monaten in Shanghai kann ich eine sehr positive Bilanz ziehen: Ich bin begeistert von der chinesischen Küche. Dabei hilft mir das Motto: Einfach probieren und gar nicht lange drüber nachdenken oder zu genau hinschauen.

Bild von Deutschland und deutsch-chinesische Unterschiede

Das Leben und die Gepflogenheiten der Deutschen interessieren meine Kollegen sehr und die Gesprächsthemen gehen uns nicht aus – sie stellen unermüdlich Fragen über das Schulsystem, den Arbeitsalltag, deutsche Autos, das Mittagessen, Modetrends, deutsche Spezialitäten, beliebte Freizeitaktivitäten.

Sightseeing Teil 2

Mein zweiter Sightseeing Ausflug beginnt am Okura Garden Hotel und führt mich dieses Mal in Shanghais etwas andere Ecken.

Leben in der Megacity

Nach drei Monaten in Shanghai habe ich gelernt, dass Glamour und Flair einer Megacity den Verkehrswahnsinn, die Enge und die Hektik nicht aufwiegen. Die Distanzen sind so groß, jeder Weg nimmt so viel Zeit in Anspruch. Dass die Shanghaier das mit stoischer Gelassenheit hinnehmen, kann ich nur bewundern.